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So, irgendwie hat sich der Losfahrtermin immer weiter nachhinten geschoben, aus alen möglichen Gründen, Lioba musste ihren bericht fertigmachen, die Flieger fliegen nicht so wie wir wollen usw... Aber morgen gehts dann wirklich los, der Flug ist gebucht, das Zimmer bezahlt und die Zelte hier in Cebu soweit wie möglich abgebrochen.
Aber ganz untätig saßen wir natürlich nicht in Cebu rum. Erstmal haben wir unseren Erfahrungsschatz in puncto Fisch kaufen und zubereiten im Ausland massiv erweitert. Unser erstes Opfer war ein Bangus (Milchfisch), den wir (unserer meinung nach) sehr gut hinbekomen haben (siehe Bild, man beachte auch das Augustiener im Hintergrund).
Unser zweites Opfer war dann ein Mol-Mol (was auch immer das war, ein recht bunter Fisch, auf alle Fälle). Den haben wir aber nicht ganz so souverän hinbekommen wie den ersten, weil der uns im Laden zerstückelt wurde (sie fragten uns: schneiden? und wir sagten: ja, unter der annahme, dass sie mit schneiden filettieren oder sowas in die richtung meinten, meinten sie aber nicht). Im Hostel wurde dem Fisch dann noch mit unseren stumpfen Messern der totale Garaus gemacht. Lecker wars dann trotzdem, obwohl der Bangus geschmacklich wesentlich besser ist.
Ansonsten haben wir noch verschiedene Dinge festgestellt:
1. Während sich in Deutschland die Schokoosterhasen im Supermarkt im hasentypischen Tempo vermehren, lässt man es hier etwas gemütlicher angehen und erfreut sich immer noch an der Weihnachtsbeleuchtung.
2. Auf den Philippinen gibt es komische Läden :)
Nachdem die letzten Wochen sehr voll waren (letzte Arbeitstage, Abchlusspräsentation für die Arbeit, Ankunft Silvio) und das Internet wie immer langsam ist, gibt es erst heute wieder ein Update.
Letzten Freitag hatte ich in der Arbeit meine Abschlusspräsentation, die entgegen aller meiner Befürchtungen ein großer Erfolg war. Jetzt bin ich mit dem offiziellen teil der Arbeit fertig, muss aber immer noch einen blöden Report darüber schreiben. Aber nachdem der Silvio jetzt im Schreiben viel Übung hat (Diplomarbeit), sollte das kein allzu großes Problem werden ;).
Silvio ist da!
Am Samstag Nachmittag kam dann endlich der Silvio aus dem Flieger gestolpert. Nach kurzer Verschnaufpause im Hostel sind wir gleich auf eine Party von Freunden gegangen (was muss er auch ausgerechnet in der Partyreichsten Woche des Jahres kommen:) ) Wie man auf dem Folgenden Bild sehen kann war der Silvio von dem langen Flug und dem Temperaturschock etwas mittgenommen.

Am Sonntag war in Cebu Sinulog-Umzug angesagt (big party zur Feier des Stadtheiligen Sto. Nino, ab 6 Uhr Morgens. Da wir noch Hostel wechseln mussten (alle Hotels in Cebu waren schon seit längerem ausgebucht, wie bei der Wiesn in München), mussten wir schon recht früh aufstehen, um noch halbwegs gut durch den Trubel zu kommen (was uns auch nur halbwegs gelungen ist, da taxis und andere Verkehrsmittel schon nicht mehr fuhren). Etwas erschöpft sind wir dann auch um 9 im neuen Hostel angekommen, das direkt an der Route des Umzugs lag, und wo wir uns auch mit allen Freunden verabredet hatten. Das Hostel war super, da es an der Partymeile des Umzugs lag, aber auch einen chilligen Hinterhof als Rückzugsort bot. Das war auch nötig, denn der Umzug hatte um 6 Uhr angefangen und ging den Ganzen tag über bis tief in die Nacht. Am Vormittag/Tag sind wir immer in der Nähe des Hostels geblieben und nur zwischendurch kurz raus, um den Umzug anzuschauen. Am Spätnachmittag haben wir uns dann in die Massen gestürzt und sind zu einer kleinen Feier in einem Outdoorladen gegangen. Dort haben wir Ricky kennengelernt, was sich als Glückstreffer erweisen sollte (s.u.). danach gings wieder Zurück ins Hostel (durch die Massen), und dan gleich wieder los, mit Rum bewaffnet und einer großen Gruppe von Freunden. Auf dem Weg zu einem Otdoor-Grill (ähnlich wie Biergarten) wurden wir dan auch Teil des Umzugs und haben kräftig mitgefeiert. Dort angekommen gabs dann auch wieder Bier und was leckeres zum Essen, mit Live-Unterhaltung durch eine philipinische Charts-coverband. Gegen 10 Uhr abends gings dann weiter zum Outpost (cillige Musikkneipe), wo dem Abend der Rest gegeben wurde. Gegen 2 Uhr nachts sind wir dann torkelnd ins Bett gefallen, währen auf der Straße immer noch Halli-Galli angesagt war.
Am Montag stand dann erstmal Ausschlafen auf dem Program, nachmittags sind wir dann irgendwan in den Outdoorladen gegangen, wo wir uns mit Ricky, dem Besitzer, den wir an Sinulog kennengelernt haben, getroffen haben, um einen Ausflug in Cebus Gebirgswelt zu planen.
Asassin-Training am Mt. Manunggal
Wie mit Ricky besprochem, versammelten wir uns am Mittwoch Vormittag gut gerüstet zusammen mit Jackie (gute Freundin von Lioba) an Ricks Laden, um von dort aus unseren Übernacht-Ausflug zum Mt. Manunggal zu starten, dem höchsten Berg im Landkreis von Cebu, ca 10000 Fuß hoch. MIt von der Partie war ausser uns dreien noch Rick und ein zwielichtiger Koreaner namens Dave(war eigentlich sehr nett, ausser dass er ständig aus dem Mund geblutet hat, falls jemand weiss, was das für eine Krankheit sein könnte, bitte ins Gästebuch schreiben). Wir haben uns dann erstmal von einem Fahrer an den Fuss des Berges fahren lassen. Das letzte Stück der Straße war nicht unbedingt für den Van ausgelegt, in dem wir saßen, da eher steil, kurvig und holprig. Am Ziel angekommen musste der fahrer dann erstmal seine rauchenden Bremsen mit Wasser kühlen und konte auch nicht mehr dazu überredet werden, uns am folgenden Tag wieder abzuholen, obwohl wir ihm mehr Geld angeboten haben. Wir hoffen sehr, dass er heil nach Hause gekomen ist. Wir auf jeden Fall haben erstmal ein leckeres Mittagessen zu uns genommen, im Dorfladen/Kneipe/Bar/Restaurant, welches auf dem nächsten Foto im Hintergrund zu sehen ist. Im Vordergrund sieht man übrigens Ricky, Lioba, Jackie und Silvio (v.l.n.r.)
Die Kokosnüsse im Vorder-Vordergrund waren unser leckerer Nachtisch. Silvio hatte große Probleme, die geschätzten 10 Hektoliter :) Flüssigkeit zu trinken, um an das süße Fruchtfleisch zu kommen. Gut gestärkt haben wir uns dann auf den Weg gemacht.
Der Aufstieg war zwar besonders für den Silvio recht anstrengen, und die Qualen beim Trinken der Kokosnuss haben sich bezahlt gemacht, da er schwitzen musste wie ein Spanferkel auf dem Grill. Allerdings haben wir viele Pausen gemacht, wodurch sich die Anstrengung schlussendlich in Grenzen hielt. Bei Allen Pausen wurden wir von den Einheimischen sehr gastfreundlich empfangen, auch dadurch, dass Ricky alle Leute kannte, da er sehr oft in der Gegend unterwegs ist. Beim ersten Stop haben wir leckere einheimische frittierte Bananen bekommen, beim zweiten Stop haben wir Mais gemahlen und Tuba getrunken (Vergorener Saft der Kokospalme, sehr lecker, schmeckt ähnlich wie Apfelmost). Nachdem wir durch den Alkohol unser Zielvermögen verbessert haben, gingen beim nächsen Stop zum Asassin-Trainig über. Mit einem alten Luftgewehr haben wir versucht, Kokosnüse von einer Palme zu schiessen, leider ohne besonderen Erfolg.

Hier weihte uns Ricky auch in seinen "Plan" ein, Touristen, also vornehmlich Westler als Terroristen-Killer zu trainieren. da Moslems mittlerweile zu auffällig sind um die lokalen korrupten Politiker, und alle möglichen anderen Leute zu "beseitigen". Aufgrund unserer Schiesskünste wahren wir dafür aber wohl nicht geeignet, und werden eventuell am Montag noch ein wenig üben können :). Am letzten Stop kurz vor unserem Ziel bekamen wir dann ein super auf dem Holzfeuer gekochtes Abendessen aus Huhn (so ziemlich alles vom Huhn, bis auf die Federn), Gemüse und Mais (auf dem Land Reisersatz, da günstiger). War auf jeden Fall sehr lecker. Im Dunklen sind wir dann noch einige Hundert meter zu unserem Nachtlager gegangen, der Hütte des lokalen Bürgermeisters. Dort haben wir noch eine Flasche Wein getrunken und geratscht, bevor wir dann auf der Terasse für die Nacht gemütlich gemacht haben.
Am nächsten Morgen sind wir dan relativ früh aufgestanden und haben uns auf den weg zurück gemacht, dieses mal auf einer befestigten Strasse, die nicht so matschig und daher angenemer zum Laufen war. Auf halbem Weg haben wir dann noch ein Bier gefrühstückt und haben uns von einem vorbeifahrenden Jeep bis zur Hauptstrasse mitnehmen lassen. Von da aus sind wir per Habal-Habal (Motorrad) zurück nach Cebu City gefahren. Alles in Allem war es ein rictig cooler Ausflug, die Natur ist einfach nur überwältigend, mit riesigen Palmen und Farnen usw, sehr ungewohnt, die Leute sind super gastfreundlich, und Ricky ist ein grandioser Guide, nachher gehen wir noch bei ihm vorbei um ein Bierchen zu trinken und die nächste Tour zu planen..
Bilder zu den letzten Tagen werden demnächst folgen, das hochladen dauert im moment aufgrund des langsamen Internets zu lange, und wir wollen auch langsam heim und was essen :)
Mein Heillig Abend so wie dir darauf folgenden Tage waren einfach wunderschön aber auch sehr erschöpfend! Ich muss jetzt wirklich schauen wie ich langsam wieder zurück zu meiner Arbeit finde.
ICH WÜNSCHE EUCH ALLEN FROHE WEIHNACHTEN UND EINEN GUTEN RUTSCH INS NEUE JAHR!!!!
Eigentlich hätte ich letzten Freitag und Samstag fröhlich auf Weihnachtsfeiern am Strand sein sollen, lecker Essen und das leben genießen aber mir fällt natürlich nichts besseres ein als mal wieder Krank zu werden. In der Nacht von Donnerstag lag ich im bett und habe so sehr gefroren das ich mir eine Wolldecke herbeigewünscht habe und das ganze bei 30C!!! Jetzt habe ich immerhin den beweiß das Schüttelfrost unabhängig von der Umgebungstemperatur ist :-). Heute, einige Tage nach meiner durchfrorenen Nacht fühle ich mich schon wieder viel besser und sogar wieder aktiv genug meinen Lieblings Coffeeshop aufzusuchen um meine Emails zu checken und alle daheimgebliebenen mal wieder auf den neuesten stand zu bringen.
Auch wenn ich an den Weihnachtsfeiern nicht teilnehmen konnte habe ich dennoch beim allgemeinen Wichteln mitgemacht und unglaublich tolle Geschenke bekommen. :-) Ich kann da nur sagen andere Länder andere Sitten! :-)
Eine Schöne Vase mit Asiatischen Ellefanten
Eine Kaputte Mickey Mouse Uhr die zwar Tickt aber die Zeiger sich aber nicht bewegen
Und zu guter Letzt eine berüschte Porzellanschatulle
Montag Morgen, ich wache auf und merke immer noch die nachwehen von einem Partyreichen Wochenende und würde am liebsten noch eine Stunde schlaffen aber ich weiß was ich mir vorgenommen habe, deshalb krieche ich aus dem Bett und gehe erst einmal duschen. Nach Kalter dusche und Frühstück sieht die Welt schon etwas klarer aus und ich mache mich auf den Weg in die Arbeit, meinen Tagesplan fest im Kopf:
1. Nescafé
2. Email checken
3. Homepage aktualisieren
4. Allgemeine des Praxisberichts über die Philippinen fertig stellen
5. Abends noch schwimmen (20 Bahnen Brustschwimmen, 5 Bahnen Kraulen)
Im Büro angekommen gehe ich erstmal hoch in das Konferenz Zimmer (mein Arbeitszimmer), lege meine Sachen ab, und hole mir heißes Wasser für meinen Nescafé. Alles läuft nach Plan, bis mit meiner Tasse Café zurück ins Konferenz Zimmer komme und das Licht anmachen will. Der Schalter bewegt sich aber sonst passiert nichts, gar nichts. Also stelle ich meinen Kaffee in der Finsternis erstmal ab und gehe nach unten um jemanden zu finden der sich Verantwortlich fühlt und das Problem behebt. Eine der „Working Schollars“ kommt auch schon gleich mit um sich das Problem anzuschauen, und kommt schnell zu dem Schluss dass wohl die Neonröhre kaputt sein muss. Sie beauftragt auch sofort jemanden eine Ersatz röhre zu besorgen und nach 10min können wir die Neonröhre auswechseln. „Wow so schnell ging das ja schon lange nicht mehr“ denke ich mir aber ich freue mich leider zu früh denn auch mit neuer röhre geht das licht nicht. :-( Nach kurzem Blickwechsel mit dem „Working Schollar“ meint sie nur zu mir „I will call the technician “ und verschwindet. Gut, denke ich mir dann werde ich bis dahin einfach mal meine Email checken, dafür langt ja das licht meines Bildschirmes aus und zu meiner Überraschung geht sogar das Internet.
Eine Stunde später, meine Augen brennen schon, gehe ich noch mal runter ins Büro um mich zu erkundigen wann der Techniker denn nun kommt. „We tried to call him but he is not in right now, so we will try later.“ Schnell wurde mir bewusst das es eine ganze weile dauern würde bis das licht im Konferenz Zimmer wieder gehen würde und ich solange mir einen anderen Ort zum Arbeiten suchen musste. Also ging ich in eine Bar in der nähe von der ich wusste das sie Wifi haben und bestellte mir dort erstmal einen Eistee und was zu essen, bevor ich mich meiner Internet Recherche hingab. Jedoch war es in der Kneipe so schwül und heiß das ich blad Kopfweh bekam und dann doch lieber wieder zurück ins Büro ging um in aller Finsternis weiter zu Arbeiten.
Das einzigste Was ich an diesem Tag von meinem Plan geschafft hatte zu realisieren war der letzte Punkt „5. Schwimmen gehen“ aber nachdem meine Tage meistens so verliefen regte ich mich gar nicht mehr auf, sondern hoffte nur das am nächsten Tag alles wieder funktionieren würde.
Aber Heute Dienstag kam es noch schlimmer und es war nicht nur das Licht kaputt, sondern auch mal wieder das Internet.
Jetzt sitze ich also in einem Cofé Shop in der nähe meiner Arbeit, trinke einen ranzig schmeckenden Eiscafé und schreibe diesen bericht in einem Word Dokument da wie es das Schicksal so will auch hier das Internet heute nicht geht.
Das waren also mal wieder zwei Arbeitstage in den Philippinen an denen ich so viel hätte fertig stellen können aber auf Grund von „Banalen“ Umweltbedingungen nichts machen konnte.
Einen Arbeitsplatz mit Internet zu haben ist auf vielen Ebenen ein Luxus und das wird mir hier sehr deutlich bewusst.
Versuch Nr. X einen Platz zum Arbeiten zu finden:
Die Bibliothek von San Carlos; für Philippinische Verhältnisse Buch technisch echt gut ausgestattet, Internet Verbindung sehr schlecht (deshlab kann ich leider die Bilder nicht hochladen), total überfühlt mit Studenten